Individueller Brief an deine Pensionskasse zu Investitionen in die Rüstungsindustrie

Pensionskassen inverstieren mit unseren Geldern in die Rüstungsindustrie. Das ist weder friedlich noch nötig.

Schreibt deine Pensionskasse an und frage nach. Fordere sie auf, aus der Rüstungsindustrie auszusteigen. Wir haben einen Musterbrief vorbereitet, den du dafür verwenden kannst.
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Sehr geehrte Anlage-Verantwortliche meiner Pensionskasse,


ich erlaube mir, Sie zu kontaktieren betreffend Investitionen meiner Pensionskasse in Konzerne der Kriegs- und Rüstungs-Industrie - speziell Atomwaffen, biologische und chemische Waffen, Streumunition, Uran-Munition, Antipersonenminen oder andere Massenvernichtungswaffen.

Wie Sie sicher wissen, hat die PKSL (Pensionskasse des Kantons Luzern) und ein paar andere Pensionskassen (Publica etc.) 2017 offiziell verlauten lassen, dass sie nicht mehr in oben erwähnte Rüstungsindustrien investieren wird. Sie hat diese Absicht in ihre Statuten geschrieben. Andere Pensionskassen ziehen nach. Auch der AHV-Ausgleichsfonds in Genf (Compenswiss) investiert und verwaltet die Gelder der AHV, IV und EO seit 2017 als Mitglied des Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen SVVK-ASIR nach transparenten Ethik- und Nachhaltigkeits-Kriterien.

Die Sache ist im Trend und es läuft dazu auch eine eidgenössische Volksinitiative.

Die Pensionskassen tragen in dieser Frage eine besondere Verantwortung. Vor allem auch, da ich als obligatorisch Versicherter nicht nach meiner Meinung gefragt werde.

Meine konkrete Frage:
Befolgen Sie heute konsequent die Nicht-Investition in erwähnte Rüstungsindustrien?
  • Falls JA möchte ich Ihnen dazu gratulieren. Ich würde in diesem Fall befürworten, dass Sie diese Pensionskassen-Strategie öffentlich kundtun (Verweis auf eine aktuelle Ausschluss-Liste auf der Homepage) und damit eine Vorreiterrolle einnehmen.
  • Falls NEIN möchte ich dringend an Sie und ihre Anlage-Experten und deren Gewissen um die Verantwortung für eine gewaltlosere Zukunft appellieren, dieser absolut berechtigten Forderung so schnell als möglich nachzukommen und dies verbindlich in unsere Statuten zu schreiben. Bitte tun Sie dies jetzt und nicht erst dann, wenn der öffentliche Druck zunimmt.
Investitionen mit meinem Vorsorge-Geld in die Kriegs- und Rüstungsindustrie sind mit meinem Gewissen nicht zu vereinbaren. Sie haben mit Nachhaltigkeit, Neutralität oder einer glaubwürdigen Schweizer Friedenspolitik nichts zu tun. Es widerspricht meinen moralischen Prinzipien und steht im Widerspruch mit guten Zukunftsaussichten für unsere Kinder.

Ich wünsche mir, dass Sie meine Wünsche und die meiner Familie in dieser wichtigen Frage respektieren und zeitnah umsetzen. Am liebsten wäre es mir, wenn auch Firmen und Konglomerate ausgeschlossen werden, die nur einen kleineren Teil ihrer Erzeugnisse im Rüstungsbereich produzieren oder auch sogenannte dual use Güter, falls der Empfänger nicht über alle Zweifel erhaben ist.

Bitte informieren Sie mich zeitnah und transparent über Ihre diesbezüglichen Absichten.

Freundliche Grüsse