Wer für Frieden ist, darf keine Gewalt anwenden

Unter dem Titel «Steiniger Weg zum Frieden» unterstellt die Berner Tageszeitung «Der Bund» dem Verein friedenskraft.ch, den syrischen Präsidenten Bashar al Assad zu unterstützen. Basis des Vorwurfs ist ein Artikel, in der von einem Vorstandsmitglied herausgegebenen Zeitschrift «Zeitpunkt», in dem zwei Leser über ihre ausdrücklich als «subjektiv» bezeichneten positiven Eindrücke einer Reise durch Syrien befragt werden. Daraus eine Unterstützung von Assad durch den Verein friedenskraft.ch abzuleiten, ist an den Haaren herbeigezogen.
Was allerdings zutrifft: friedenskraft.ch stellt sich ausdrücklich hinter das Gewaltverbot der UNO-Charta, das die Androhung und Anwendung von Gewalt unter Staaten ohne UNO-Mandat ausdrücklich verbietet. Gewalt lässt sich nur in den seltensten Fällen erfolgreich mit Gegengewalt bekämpfen, wie die Interventionen in Afghanistan, im Irak, in Jugoslawien, Libyen, Somalia und im Yemen zeigen, die alle ohne UNO-Mandat erfolgten.

Wer gewaltlose Konfliktlösungen auf Basis der UNO-Charta (auch in Syrien) kritisiert, sagt implizit, für Frieden sei nur, wer gleichzeitig für einen militärischen Regime-Change in Syrien ist. Seit der Bombardierung Jugoslawiens 1999 ohne UNO-Mandat haben viele Gruppe, die einmal eine starke Friedensbewegung bildeten, angeblich humanitäre Kriege unterstützt. Der Verein friedenskraft.ch ist dagegen überzeugt: Wer für Frieden ist, darf keine Gewalt anwenden. Legitim sind nur Interventionen mit einem Mandat der UNO. Diese Forderung wollen wir mit unserer Kundgebung auf dem Waisenhausplatz in Bern am 21. September, dem int. Tag des Friedens unterstützen.

Der Vorstand des Vereins friedenskraft.ch